zurück zur Übersicht

Dresden gedenkt heute der Bomben-Nacht

Jahrelang ließen die Erinnerungen an den 13. Februar 1945 Brigitte Sattelberger (62) nicht los: Schweißgebadet wachte sie nachts auf. In ihren Alpträumen sah sie den Großvater im Luftschutzkeller sterben, die Stadt im Flammenmeer untergehen. Sie sagt: „Erst als ich ein Buch über die Zeit schrieb, kam ich zur Ruhe."

Morgen, 51 Jahre nach der Bombennacht, wird sie in der Bibliothek Reick (Walter-Arnold-Straße  13 / Eingang Otto-Dix-Ring) aus ihrem Roman „Dresden mon amour" lesen (Beginn 19.30 Uhr). Die Rentnerin: „Damit will ich gedenken und mahnen." Das gleiche Anliegen verbindet heute fast die ganze Stadt.

Um 11 Uhr legen OB Wagner, Vertreter des Rathauses, des Landtages und der Regierung auf dem Heidefriedhof Kränze für die Bombenopfer nieder.

Das ZDF startet unter dem Motto „Ein Baustein für die Frauenkirche" im heute-journal live aus Dresden eine bundesweite Spendenaktion zum Wiederaufbau des Gotteshauses.

Außerdem zeigt der Sender am 14. Februar um 0 Uhr den Dokumentar-Film „Dresden - Fall und Aufstieg einer Stadt". Im Bertold-Brecht-Gymnasium (Lortzingstraße 1) treffen sich heute ab 18 Uhr alte Johannstädter und erzählen von ihren Kriegserlebnissen. Nach 21 Uhr werden in der Aula alte Filme über den Stadtteil gezeigt.

Um 20.30 Uhr findet in der Kathedrale ein ökumenischer Friedensgottesdienst statt. Ab 22 Uhr steht die Kirche zu Gesang und Gebet offen. Im Kulturrathaus (Königstraße 15) zeigt der gebürtige Dresdner Fritz Hirschberger (lebt jetzt in San Francisco) seine Bilder „Holocaust Series". Die Werke sind Mo. bis Do., 9 bis 17 Uhr, und Fr., 9  bis 15 Uhr, zu sehen. Im Gedenken an die Toten läuten von 21.45 Uhr bis 22 Uhr die Glocken.


zurück zur Übersicht